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Projekte zu den Kinderrechten

Kennen Kinder überhaupt ihre Rechte? Wissen sie, dass sie laut dieser Vereinbarung bei allen Angelegenheiten, die sie betreffen, gefragt werden müssten?
Wir sind diesen Fragen nachgegangen und haben 2004 begonnen, mit Kindern über ihre Belange zu reden und gemeinsam zu überlegen, wie sie Gehör finden.

In einem Projekt an der Röwekampschule mit Schülern der 4. Klasse wurden die Inhalte der Kinderrechtskonvention spielerisch erarbeitet und zum Abschluss beim Sommerfest präsentiert.

Die Idee, in Form einer Schülerzeitung auf eigene Themen aufmerksam zu machen, war die Grundlage einer Zeitungs-AG an der Grundschule Bürgeresch im Schuljahr 2005/ 2006.

Im Herbst 2008 fand an der Grundschule Haarentor mit einer vierten Klasse und ihrer Kunstlehrerin eine künstlerische Aktion zum Thema Kinderrechte statt.

 

 

 

 

 

 

 


Projekt an der Röwekampschule - 2004

Im Projekt „Recht habt ihr!“ lernten die Kinder Schritt für Schritt durch verschiedene Medien (z.B. Spiele, Kinderrechtekarten, Hörspielbeiträge) die in der Konvention festgelegten Rechte kennen:

„Für uns sind viele Rechte normal, deshalb wünschen wir uns manchmal Sachen, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Schön wäre natürlich ein Recht auf Süßigkeiten.“, so der Kommentar der Viertklässler.

Dass es sich bei den Kinderrechten um solche handelt, die auf den Bedürfnissen von Kindern in den Bereichen Versorgung, Entwicklung, Schutz und Mitbestimmung aufgebaut sind, wurde den Kindern sehr schnell klar.
Wunschdenken wie z.B. „ Geld und Fernsehen soviel ich will!“ wird in der Konvention eher nicht berücksichtigt: „Es war schwer, zu entscheiden, was man wirklich braucht oder worauf man verzichten kann!“, stellten die Schüler fest.

Natürlich stand die Frage im Raum, ob die Länder zur Verantwortung gezogen werden können, also bestraft werden, wenn die Rechte der Kinder nicht eingehalten werden. Wäre es so einfach, würde Kindern dieser Erde vielleicht weniger Unrecht angetan. Kinder müssen sich Unterstützung und Fürsprecher suchen, also mit Hilfe von Erwachsenen und Institutionen (z.B. unicef, Kinderhilfswerk, Kinderschutzbund) immer wieder auf ihre Rechte aufmerksam machen.

Deshalb fordern auch die Projektteilnehmer: „ Wir wollen, dass man uns zuhört, denn unsere Meinung ist wichtig. Toll wäre es auch, wenn wir wählen könnten, dann könnten wir die Politik mitbestimmen.“

Am besten gefallen habe den Jungen ein Spielplatztest, der von ihnen auf dem Friedrich-August-Platz („Fidi“) durchgeführt wurde. Anhand einer Checkliste wurde der gesamte Platz „unter die Lupe genommen“. Anschließend hatten die Schüler die Gelegenheit, ihren Wunschspielplatz zu zeichnen. Die Meinung über den Spielplatz war geteilt:
„Manche von uns, die kein Fußball spielen , finden den Fidi zu langweilig. Aber auch den Fußballspielern unter uns fehlen Tore und ein sauberes, ebenes Spielfeld.“
Manche Fragen, die der Spielplatztest ergab, sind offen geblieben. So auch die Frage, ob ein auf dem Spielplatz befindlicher Stromkasten, auf den die Kinder klettern können, oder die scharfen Kanten und Rost an den Tischtennisplatten vielleicht gefährlich für Kinder sind.

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Zeitungs-AG an der Grundschule Bürgeresch – 2005/ 2006

(Ausschnitte aus der 1. Ausgabe der Schülerzeitung an der Grundschule Bürgeresch)

„Recht habt ihr!“ - Ein Projekt des Kinderschutzbundes Oldenburg
Von Heike Krämer, Projektleiterin
Kennt ihr eigentlich die Kinderrechte? Gibt es wohl ein Recht auf Schule? Dürfen eure Eltern eure Briefe lesen? Müssen Kinder im Haushalt mithelfen? Ist die Meinung von Kindern wichtig?
Die Mitarbeiter(innen) des Kinderschutzbundes – möchten mit euch die vielen Fragen rund um die Kinderrechte beantworten. Deshalb gehen wir mit unserem Projekt „Recht habt ihr!“ an die Schulen. An eurer Schule bieten wir zum Beispiel die Zeitungs-AG an.
Einige Antworten auf Fragen zu den Kinderrechten finden sich in einer Art Vereinbarung. Sie wird auch Konvention genannt – die Kinderrechte-Konvention:
Vor etwa 15 Jahren haben sich fast alle Länder auf der Erde getroffen und festgelegt, welche Rechte für alle Kinder auf der Erde gelten sollen. 1992 hat Deutschland diese Vereinbarung unterschrieben. Seitdem muss auch in unserem Land auf die Einhaltung der Kinderrechte geachtet werden.

Dafür sind eigentlich die Erwachsenen zu-ständig – eure Eltern, Lehrer(innen), Politiker(innen), aber manchmal vergessen diese auch die Interessen der Kinder.
Oft sind andere Dinge wichtiger. Denkt einmal an das alte Zimmermanngelände. Dort bleibt nun wenig Platz zum Spielen, weil dort viele neue Häuser gebaut werden. Hier haben die Erwachsenen nicht genug bedacht, welche Wünsche die Kinder im Bürgereschviertel haben.
Die Meinung der Kinder muss mehr gehört werden. In einer eigenen Zeitung könnt ihr über Dinge schreiben, die für euch wichtig sind. Was macht euch in der Schule besonders viel Spaß? Oder gibt es Ideen, was man besser machen könnte? Wie verbringt ihr eure Freizeit? Eure Meinung ist sehr wichtig!

In der Zeitungs-AG ist immer ganz schön was los
Montag ist Redaktionssitzung!“ Seit Schuljahresbeginn treffen sich Kevin, Lara, Julius, Stilla, Tom, Pangea, Jan, Hanna und Finn fast wöchentlich in der Zeitungs-AG. Sie haben ein gemeinsames Ziel: Es soll wieder eine Schülerzeitung an der Grundschule Bürgeresch geben.
Das ist gar nicht so einfach, denn man muss an so vieles denken und auch gemeinsame Entscheidungen treffen – sich einigen.
In der Zeitungs-AG läuft es fast wie in einer richtigen Redaktion ab. Jede Meinung ist wichtig, und alle sollen zu Worte kommen. Außerdem wird gemeinsam festgelegt, wer welche Aufgaben übernimmt. Reporterinnen und Redakteure (so nennt man auch diejenigen, die für eine Zeitung schreiben) sind sie alle – sogar mit einem richtigen Presseausweis.
Nach und nach haben sich die Zeitungskinder gemeinsam mit Heike Krämer vom Kinderschutzbund Oldenburg erarbeitet, was man wissen muss, damit eine Zeitung entsteht.

Durch eine eigene Zeitung erfahren viele Kinder und dann auch die Eltern, was für euch Kinder wichtig ist. Aber worüber soll in der neuen Schülerzeitung geschrieben werden, damit sie auch gelesen wird? Wie soll sie heißen? Wie soll sie aussehen?
Über viele Fragen haben wir in der Zeitungs-AG nachgedacht. Wir haben gemeinsam fest-gelegt, wie die Zeitung aussehen soll und worüber wir schreiben – die Beiträge nennt man Artikel und diejenigen, die sie schreiben, auch Autoren.
Außerdem haben wir überlegt, welche Rubriken unsere Zeitung haben soll – im Buch wären das die einzelnen Kapitel. Es soll natürlich über die Schule geschrieben werden, z.B. über Veranstaltungen, aber auch über Themen aus den Bereichen Freizeit und Hobbys. Natürlich darf die Unterhaltung nicht zu kurz kommen, deshalb gibt es auch einen Bereich für Witze, Rätsel und mehr. Und natürlich braucht eine Zeitung auch Bilder zur Auflockerung und eventuell Werbeanzeigen.
Um einen Artikel zu schreiben, muss man sich ein Thema überlegen. Darüber solltet ihr euch zunächst informieren. Wie ihr an Informationen kommt, wird auch in der Zeitungs-AG gezeigt. Einige Möglichkeiten haben wir ausprobiert. Für die Artikel haben wir im Internet recherchiert (nachgeforscht) und Bücher aus der Bücherei ausgeliehen. Und wir haben auf dem Laternenfest Interviews geführt. Ausschnitte davon sind auch in dieser Zeitung zu lesen.
Heutzutage werden die Artikel von den Reporter(inne)n am eigenen PC (Computer) geschrieben. Natürlich haben wir das auch gemacht. Wir haben Texte geschrieben und verschiedene Schriftarten mit dem Schreibprogramm „Word“ ausprobiert. Mit dem Malprogramm „Paint“ haben wir einige Bilder gemalt. So ist unsere Zeitung entstanden.
Wer nun glaubt, in der Zeitungs-AG muss man nur schreiben, hat sich geirrt. Zwischendurch haben wir immer wieder Spiele gespielt und Geschichten gehört. Hättest du auch Lust dazu? Dann komm in die Zeitungs-AG!

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(Über) Kinderrechte im Bilde - 2008


Im Herbst 2008 bekam die Klasse 4a der Grundschule Haarentor (Schützenweg) und deren Kunstlehrerin Besuch vom Kinderschutzbund. Im Verlaufe einiger Unterrichtsstunden wurde in Form von Spielen zu den Kinderrechten gearbeitet.

Dabei zeigte sich, dass die Kinder ein großes Interesse nicht nur an ihren eigenen Rechten, sondern auch an denen von Kindern in anderen Ländern und Kontinenten sowie an den Möglichkeiten der Umsetzung bzw. Einforderung dieser Rechte haben. Es entwickelte sich eine sehr lebhafte und fruchtbare Diskussion.


Das große Interesse der Schüler und Schülerinnen mündete schließlich in einer Malaktion, deren Ziel es war, pro Kind ein selbst ausgewähltes Kinderrecht künstlerisch darzustellen.

Es entstanden 16 sehr verschiedene Gemälde, die gleichermaßen zum Schmunzeln und zum Nachdenken anregen. Die Bilder wurden anschließend digitalisiert und bearbeitet, so dass sie als Postkarten gedruckt werden konnten.

 


Diese waren erstmals auf dem Weltkindertag 2008 zu erwerben und anschließend auf einem Weihnachtsbasar (Einrichtungshaus Winkler, Baumgartenstraße, 06.12.2008) sowie in der Volksbankfiliale in der Ofener Straße, wo die Originale der Bilder über den ganzen November hinweg ausgestellt werden konnten.

Die Postkarten können weiterhin in der Geschäftsstelle des Kinderschutzbundes in der Lindenstraße 39 in Oldenburg sowie bei weiteren Öffentlichkeitsaktionen erworben werden.

 

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