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Projekt an der Röwekampschule - 2004
Im Projekt „Recht habt ihr!“ lernten die
Kinder Schritt für Schritt durch verschiedene
Medien (z.B. Spiele, Kinderrechtekarten, Hörspielbeiträge)
die in der Konvention festgelegten Rechte kennen:
„Für uns sind viele Rechte normal, deshalb
wünschen wir uns manchmal Sachen, die wir eigentlich
gar nicht brauchen. Schön wäre natürlich
ein Recht auf Süßigkeiten.“, so der
Kommentar der Viertklässler.
Dass es sich bei den Kinderrechten um solche handelt,
die auf den Bedürfnissen von Kindern in den Bereichen
Versorgung, Entwicklung, Schutz und Mitbestimmung
aufgebaut sind, wurde den Kindern sehr schnell klar.
Wunschdenken wie z.B. „ Geld und Fernsehen soviel
ich will!“ wird in der Konvention eher nicht
berücksichtigt: „Es war schwer, zu entscheiden,
was man wirklich braucht oder worauf man verzichten
kann!“, stellten die Schüler fest.
Natürlich stand die Frage im Raum, ob die Länder
zur Verantwortung gezogen werden können, also
bestraft werden, wenn die Rechte der Kinder nicht
eingehalten werden. Wäre es so einfach, würde
Kindern dieser Erde vielleicht weniger Unrecht angetan.
Kinder müssen sich Unterstützung und Fürsprecher
suchen, also mit Hilfe von Erwachsenen und Institutionen
(z.B. unicef, Kinderhilfswerk, Kinderschutzbund) immer
wieder auf ihre Rechte aufmerksam machen.
Deshalb fordern auch die Projektteilnehmer: „
Wir wollen, dass man uns zuhört, denn unsere
Meinung ist wichtig. Toll wäre es auch, wenn
wir wählen könnten, dann könnten wir
die Politik mitbestimmen.“
Am besten gefallen habe den Jungen ein Spielplatztest,
der von ihnen auf dem Friedrich-August-Platz („Fidi“)
durchgeführt wurde. Anhand einer Checkliste wurde
der gesamte Platz „unter die Lupe genommen“.
Anschließend hatten die Schüler die Gelegenheit,
ihren Wunschspielplatz zu zeichnen. Die Meinung über
den Spielplatz war geteilt:
„Manche von uns, die kein Fußball spielen
, finden den Fidi zu langweilig. Aber auch den Fußballspielern
unter uns fehlen Tore und ein sauberes, ebenes Spielfeld.“
Manche Fragen, die der Spielplatztest ergab, sind
offen geblieben. So auch die Frage, ob ein auf dem
Spielplatz befindlicher Stromkasten, auf den die Kinder
klettern können, oder die scharfen Kanten und
Rost an den Tischtennisplatten vielleicht gefährlich
für Kinder sind.
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Zeitungs-AG an der Grundschule Bürgeresch –
2005/ 2006
(Ausschnitte aus der 1. Ausgabe der Schülerzeitung
an der Grundschule Bürgeresch) „Recht
habt ihr!“ - Ein Projekt des Kinderschutzbundes
Oldenburg
Von Heike Krämer, Projektleiterin
Kennt ihr eigentlich die Kinderrechte?
Gibt es wohl ein Recht auf Schule? Dürfen eure
Eltern eure Briefe lesen? Müssen Kinder im Haushalt
mithelfen? Ist die Meinung von Kindern wichtig?
Die Mitarbeiter(innen) des Kinderschutzbundes –
möchten mit euch die vielen Fragen rund um die
Kinderrechte beantworten. Deshalb gehen wir mit unserem
Projekt „Recht habt ihr!“ an die Schulen.
An eurer Schule bieten wir zum Beispiel die Zeitungs-AG
an.
Einige Antworten auf Fragen zu den Kinderrechten finden
sich in einer Art Vereinbarung. Sie wird auch Konvention
genannt – die Kinderrechte-Konvention:
Vor etwa 15 Jahren haben sich fast alle Länder
auf der Erde getroffen und festgelegt, welche Rechte
für alle Kinder auf der Erde gelten sollen. 1992
hat Deutschland diese Vereinbarung unterschrieben.
Seitdem muss auch in unserem Land auf die Einhaltung
der Kinderrechte geachtet werden.
Dafür sind eigentlich die Erwachsenen zu-ständig
– eure Eltern, Lehrer(innen), Politiker(innen),
aber manchmal vergessen diese auch die Interessen
der Kinder.
Oft sind andere Dinge wichtiger. Denkt einmal an das
alte Zimmermanngelände. Dort bleibt nun wenig
Platz zum Spielen, weil dort viele neue Häuser
gebaut werden. Hier haben die Erwachsenen nicht genug
bedacht, welche Wünsche die Kinder im Bürgereschviertel
haben.
Die Meinung der Kinder muss mehr gehört werden.
In einer eigenen Zeitung könnt ihr über
Dinge schreiben, die für euch wichtig sind. Was
macht euch in der Schule besonders viel Spaß?
Oder gibt es Ideen, was man besser machen könnte?
Wie verbringt ihr eure Freizeit? Eure Meinung ist
sehr wichtig!
In der Zeitungs-AG ist immer ganz schön
was los
„Montag ist Redaktionssitzung!“
Seit Schuljahresbeginn treffen sich Kevin, Lara, Julius,
Stilla, Tom, Pangea, Jan, Hanna und Finn fast wöchentlich
in der Zeitungs-AG. Sie haben ein gemeinsames Ziel:
Es soll wieder eine Schülerzeitung an der Grundschule
Bürgeresch geben.
Das ist gar nicht so einfach, denn man muss an so
vieles denken und auch gemeinsame Entscheidungen treffen
– sich einigen.
In der Zeitungs-AG läuft es fast wie in einer
richtigen Redaktion ab. Jede Meinung ist wichtig,
und alle sollen zu Worte kommen. Außerdem wird
gemeinsam festgelegt, wer welche Aufgaben übernimmt.
Reporterinnen und Redakteure (so nennt man auch diejenigen,
die für eine Zeitung schreiben) sind sie alle
– sogar mit einem richtigen Presseausweis.
Nach und nach haben sich die Zeitungskinder gemeinsam
mit Heike Krämer vom Kinderschutzbund Oldenburg
erarbeitet, was man wissen muss, damit eine Zeitung
entsteht.
Durch eine eigene Zeitung erfahren viele Kinder und
dann auch die Eltern, was für euch Kinder wichtig
ist. Aber worüber soll in der neuen Schülerzeitung
geschrieben werden, damit sie auch gelesen wird? Wie
soll sie heißen? Wie soll sie aussehen?
Über viele Fragen haben wir in der Zeitungs-AG
nachgedacht. Wir haben gemeinsam fest-gelegt, wie
die Zeitung aussehen soll und worüber wir schreiben
– die Beiträge nennt man Artikel und diejenigen,
die sie schreiben, auch Autoren.
Außerdem haben wir überlegt, welche Rubriken
unsere Zeitung haben soll – im Buch wären
das die einzelnen Kapitel. Es soll natürlich
über die Schule geschrieben werden, z.B. über
Veranstaltungen, aber auch über Themen aus den
Bereichen Freizeit und Hobbys. Natürlich darf
die Unterhaltung nicht zu kurz kommen, deshalb gibt
es auch einen Bereich für Witze, Rätsel
und mehr. Und natürlich braucht eine Zeitung
auch Bilder zur Auflockerung und eventuell Werbeanzeigen.
Um einen Artikel zu schreiben, muss man sich ein Thema
überlegen. Darüber solltet ihr euch zunächst
informieren. Wie ihr an Informationen kommt, wird
auch in der Zeitungs-AG gezeigt. Einige Möglichkeiten
haben wir ausprobiert. Für die Artikel haben
wir im Internet recherchiert (nachgeforscht) und Bücher
aus der Bücherei ausgeliehen. Und wir haben auf
dem Laternenfest Interviews geführt. Ausschnitte
davon sind auch in dieser Zeitung zu lesen.
Heutzutage werden die Artikel von den Reporter(inne)n
am eigenen PC (Computer) geschrieben. Natürlich
haben wir das auch gemacht. Wir haben Texte geschrieben
und verschiedene Schriftarten mit dem Schreibprogramm
„Word“ ausprobiert. Mit dem Malprogramm
„Paint“ haben wir einige Bilder gemalt.
So ist unsere Zeitung entstanden.
Wer nun glaubt, in der Zeitungs-AG muss man nur schreiben,
hat sich geirrt. Zwischendurch haben wir immer wieder
Spiele gespielt und Geschichten gehört. Hättest
du auch Lust dazu? Dann komm in die Zeitungs-AG!
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(Über) Kinderrechte im Bilde - 2008
 Im Herbst 2008 bekam die Klasse 4a der Grundschule Haarentor
(Schützenweg) und deren Kunstlehrerin Besuch vom Kinderschutzbund.
Im Verlaufe einiger Unterrichtsstunden wurde in Form von Spielen zu
den Kinderrechten gearbeitet.
Dabei zeigte sich, dass die Kinder ein großes Interesse nicht nur an
ihren eigenen Rechten, sondern auch an
denen von Kindern in anderen Ländern und Kontinenten sowie an den
Möglichkeiten der Umsetzung bzw. Einforderung dieser Rechte haben.
Es entwickelte sich eine sehr lebhafte und fruchtbare Diskussion.

Das große Interesse der Schüler und Schülerinnen mündete schließlich
in einer Malaktion, deren Ziel es war, pro Kind ein selbst ausgewähltes
Kinderrecht künstlerisch darzustellen.
Es entstanden 16 sehr verschiedene Gemälde, die gleichermaßen zum Schmunzeln
und zum Nachdenken anregen. Die Bilder wurden anschließend digitalisiert und bearbeitet, so dass sie
als Postkarten gedruckt werden konnten.
 Diese waren erstmals auf dem Weltkindertag
2008 zu erwerben und anschließend auf einem Weihnachtsbasar
(Einrichtungshaus Winkler, Baumgartenstraße, 06.12.2008) sowie
in der Volksbankfiliale in der Ofener Straße, wo die Originale der Bilder
über den ganzen November hinweg ausgestellt werden konnten.
Die Postkarten können weiterhin in der Geschäftsstelle des Kinderschutzbundes in der Lindenstraße 39
in Oldenburg sowie bei weiteren Öffentlichkeitsaktionen erworben werden.
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